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3. Juli 2020

Trickbetrüger melden sich telefonisch mit „Polizeitrick“


Kriminalprävention
Presseaussendung der Polizei Niederösterreich

In den letzten Wochen stieg in Niederösterreich die Zahl der Anzeigen mit versuchtem Betrug am Telefon.Dabei meldeten sich die Anrufer bei älteren Personen und täuschten vor, dass sie bei der Polizei arbeiten würden. Im Gespräch wird nach Bargeld, Schmuck und Wertgegenständen gefragt und die sichere Verwahrung und Abholung durch die "Polizei" angeboten.


Besonders markant bei diesen Anrufen durch die "falschen Polizisten" ist, dass bei den Angerufenen durch Verwendung von Computertelefonie (Call-ID Spoofing) eine gefälschte Polizei-Telefonnummer (zB. 133…) bzw. in manchen Fällen, wie z.B. im Raum Klosterneuburg, eine Nummer mit lokaler Vorwahl (02243) generiert wird und am Display angezeigt wird.


Zuletzt kam es im Raum Klosterneuburg zu elf, im Stadtgebiet von Wiener Neustadt zu fünf und im Bezirk Mödling zu zwei Fällen, sowie in den Bezirken St. Pölten-Land und Zwettl zu je einem Fall von diesem sogenannten "Polizeitrick"-Betrug. Dies sind jedoch nur die angezeigten Fälle, es wird von einer höheren Dunkelziffer ausgegangen.


Bei den Anrufen werden vermehrt folgende Phrasen verwendet:

•"Eine Einbrecherbande wurde festgenommen und Notizen mit Ihrem Namen gefunden."
•"Eine Einbrecherbande wurde festgenommen und Diebesgut sichergestellt, dass Ihnen gehören kann."
•"Die Tochter, der Sohn haben einen Verkehrsunfall verursacht und eine Kaution ist zu bezahlen, ansonsten muss die Tochter, der Sohn eine Haftstrafe verbüßen.
• Rumänische Täter hätten Dokumente mit ihrem Namen gefunden und die Polizisten würden zu Ihnen kommen, um diese zurückzugeben.


In allen bisherigen Fällen blieb es, zumindest in den letzten Wochen, beim versuchten Betrug.


WICHTIG! Die Polizei/Kriminalpolizei holt niemals Bargeld oder Wertgegenstände von Privatpersonen zur "Sicherung" ab! Das Landeskriminalamt Niederösterreich rät zu Vorsicht und sofortiger Anzeigeerstattung bei der nächsten Polizeiinspektion oder unter der Notrufnummer 133, sollten Sie Betroffener eines solchen Anrufs sein. Copyright BM.I/Polizei

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