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9. Juli 2020

Jugendbande ausgehoben – Ergänzung


Allgemeines
Bezirk Linz-Land

Aufgrund der Medienberichterstattung hat sich bei der Polizei Enns ein weiteres Raubopfer gemeldet. Der 19-jährige Mann wurde am 5. Oktober 2019 auf dem Nachhauseweg vom Urfahraner Jahrmarkt im Bereich der ehemaligen Eisenbahnbrücke unter Verwendung eines Klappmessers ausgeraubt. Die von ihm identifizierten Täter erbeuteten eine geringe Menge Bargeld und eine Armbanduhr.
Nach wie vor gesucht wird jenes Raubopfer, welches im Frühjahr 2019 zur Zeit des Urfahraner Jahrmarktes unter Verwendung einer Faustfeuerwaffe von zwei Bandenmitgliedern ausgeraubt wurde. Es wird ersucht, sich bei der Polizei in Enns, Tel. 0 59133 4132, zu melden.

Presseaussendung vom 11. Jänner 2020
Polizisten aus Enns gelang es eine etwa 20-köpfige Linzer Jugendbande auszuforschen und sieben Jugendliche im Alter von 15 bis 17 Jahren auf Grund einer gerichtlich bewilligten Festnahmeanordnung festzunehmen. Ein türkischer, ein bosnischer, zwei kosovarische sowie drei österreichische Jugendliche stehen im Verdacht, seit zumindest Sommer 2018 bis zum Zeitpunkt der Festnahme für zahlreiche Raubüberfälle, Körperverletzungen, Schutzgelderpressungen sowie Suchtmitteldelikte im Großraum Linz verantwortlich zu sein.
Im Zuge einer Personenkontrolle eines Jugendlichen aus dem Bezirk Linz-Land wurde eine geringe Menge Cannabis vorgefunden und sichergestellt. Es konnte bei der Kontrolle in Erfahrung gebracht werden, dass er seit Sommer 2018 Schutzgeldzahlungen an ein Mitglied einer Linzer Jugendbande leisten muss. Der Jugendliche wurde zweimal wöchentlich genötigt, Beträge von 20 bis 100 Euro abzugeben, wobei jeweils die Hälfte des eingetriebenen Schutzgeldes an den 15-jährigen Kopf der Bande abgeführt werden musste.
Bei weiteren Einvernahmen wurde schließlich bekannt, dass die Linzer Jugendbande organisiert vorging und die Mitglieder der Bande teils alleine oder in Gruppenstärke in verschiedensten Zusammensetzungen die bereits erwähnten Straftaten verübte. Voraussetzung für die Mitgliedschaft in dieser Bande war es, Straftaten wie Raub und Erpressungen zu begehen. Als Opfer wurden vorwiegend schwächere etwa gleichaltrige Jugendliche ausgesucht, von denen bekannt war, dass sie arbeitstätig sind und über Bargeld verfügen. Zur Untermauerung deren Drohungen wurden häufig auch Messer oder Schreckschusswaffen verwendet.
Kein Opfer erstattete Anzeige bei der Polizei. Erst nach Kontaktaufnahme durch die Polizisten waren sie bereit auszusagen.
Gesucht wird noch ein jugendliches Opfer, welches im Frühjahr 2019 zur Zeit des Urfahraner Jahrmarktes auf der Linzer Donaulände von zwei Bandenmitgliedern unter Verwendung einer Schreckschusspistole ausgeraubt wurde. Zeugen bestätigten den Vorfall.
Die Staatsanwaltschaft Linz wurde über den Sachverhalt in Kenntnis gesetzt und ordnete sieben Festnahmen und Durchsuchungen an. Die Festnahmen der zum Großteil vorbestraften beschäftigungslosen Jugendlichen wurden am 12. Dezember 2019 zeitgleich vorgenommen. Sie zeigten sich bei den Vernehmungen zum Großteil nicht geständig bzw. verweigerten die Aussagen. Sie wurden in die Justizanstalt Linz eingeliefert, weitere Erhebungen sind erforderlich. Copyright BM.I/Polizei

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