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25. Januar 2020

Schwere Misshandlung


Allgemeines
3 Monate alter Bub nach schweren Misshandlungen in Lebensgefahr

November – Dezember 2019
Wien-Liesing

Eine 30-jährige Frau (Stbg: Österreich) verständigte am 05.12.2019 die Rettung, weil sie bei ihrem 3 Monate alten Sohn beunruhigende gesundheitliche Veränderungen, wie unregelmäßige Nahrungsaufnahme, überdurchschnittliches Schlafbedürfnis und unnatürliche Schreie, bemerkt hatte.
Im Krankenhaus wurden schwerste Gehirnverletzungen, darunter ältere (vermutlich mehrere Wochen zurückliegend) und frische Verletzungen (vermutlich einige Tage zurückliegend), festgestellt und umgehend eine Notoperation durchgeführt. Seither befindet sich der Säugling in künstlichem Tiefschlaf. Laut den behandelnden Ärzten besteht akute Lebensgefahr.
Aufgrund der Art Verletzungen wird von einem Schütteltrauma ausgegangen. Die ermittelnde Gruppe des Landeskriminalamts (Außenstelle Süd, Gruppe Leib/Leben) führte Beschuldigteneinvernahmen mit beiden Elternteilen – der 30-jährigen Mutter sowie dem 35-jährigen Vater (ebenfalls österr. Staatsbürger) – durch. Beide bestritten vehement, das Kind misshandelt oder geschüttelt zu haben.
Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurden beide Elternteile wegen des Verdachts des "Quälens oder Vernachlässigens unmündiger, jüngerer oder wehrloser Personen" angezeigt. Gegen den 35-jährigen Kindsvater wurde die Untersuchungshaft in Aussicht gestellt. Weiterführende Ermittlungen sind in vollem Gange. Copyright BM.I/Polizei

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