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24. März 2019

Raub in Alberschwende – Klärung der Tat – Nachtrag zu den Presseaussendungen vom 4. und 5.12.2018


Allgemeines
Presseaussendung der Polizei Vorarlberg

Nach dem schweren Raubüberfall auf einen 66-jährigen Landwirt am 03.12.2018 in Alberschwende wurden von mehreren Zeugen Wahrnehmungen zu Fahrzeugen und möglichen Tatverdächtigen im Umfeld des Anwesens und anschließenden Tatortes gemacht. Die Erstermittlungen der Polizei konzentrierten sich daher in Richtung Bettlermilieu. Mehrmals wurde von Zeugen auch ein silber-graufarbener PKW der Marke BMW Kombi mit rumänischen Kennzeichen wahrgenommen. Dieser PKW fiel bereits Tage zuvor im Großraum Alberschwende auf. Beim bzw. im Bereich des PKWs wurden mehrere Männer wahrgenommen, welche bereits vorher als Bettler in diesem Gebiet unterwegs waren. Die aufgrund der Zeugenwahrnehmungen durchgeführten Abklärungen und nachfolgenden Ermittlungen des Landeskriminalamtes Vorarlberg führten zur Ausmittlung des Fahrzeuges und den möglichen Insassen, worauf gezielte Fahndungsmaßnahmen erfolgten.
Am 06.12.2018 wurde ein 21-jähriger Rumäne im Burgenland kontrolliert, welcher trotz rechtskräftigem Aufenthaltsverbot im Bundesgebiet aufhältig war. Bei den weiteren Abklärungen zur Person ergab sich der Verdacht der möglichen Beteiligung beim Raubüberfall in Alberschwende. Aufgrund des dringenden Tatverdachtes wurde von der Staatsanwaltschaft Feldkirch eine Festnahmeanordnung erlassen. Bei den anschließenden Einvernahmen durch Beamte des Landeskriminalamtes Wien, zeigte sich der 21-jährige Rumäne geständig, die beiden Haupttäter in die Nähe des Tatortes gefahren und nach der Tat dort wieder abgeholt zu haben. In weiterer Folge wurden von der Staatsanwaltschaft Feldkirch EU-Haftbefehle gegen zwei weitere mögliche Haupttäter erlassen.

Im Dezember 2018 wurden dann in Zusammenarbeit mit Beamten des Bundeskriminalamtes und der Verbindungsbeamtin in Rumänien die weiteren zwei Beschuldigten, ein 32-jähriger und ein 26-jähriger Rumäne, in Rumänien an ihren Wohnadressen verhaftet. Ebenfalls konnte der zur Ausführung der Tat verwendete PKW in Rumänien sichergestellt werden. Die entsprechenden Spurensicherungsmaßnahmen wurden von Tatortbeamten der rumänischen Polizei durchgeführt. Die Auswertungsergebnisse der Durchsuchungen wurden bereits nach Österreich übermittelt.

Zwischenzeitlich wurden der 32-jährige und 26-jährige Rumäne nach Österreich ausgeliefert und befinden sich derzeit in der Justizanstalt Feldkirch in Untersuchungshaft. Die Beschuldigten sind größtenteils geständig, den Raubüberfall auf den 66-jährigen Landwirt in Albeschwende verübt zu haben. Alle Beschuldigten waren bereits seit mehreren Jahren als Bettler in Österreich tätig. Der 21-jährige beschuldigte Rumäne wurde wegen Eigentumsdelikten in Vorarlberg angezeigt und verurteilt, weshalb gegen ihn im Jahr 2016 ein Aufenthaltsverbot für Österreich erlassen worden ist. Der Genannte hielt sich trotz des bestehenden Aufenthaltsverbotes im Bundesgebiet auf. Der 32-jährige beschuldigte Rumäne wurde ebenfalls bereits wegen Eigentumsdelikten zur Anzeige gebracht.

Das Opfer hat durch die massiven Schläge und Misshandlungen hauptsächlich im Kopfbereich schwere Verletzungen erlitten. Durch diese schweren Verletzungen und die durch die gesamte Tathandlung hervorgerufenen traumatischen Zustände dürften noch lange körperliche und physische Beschwerden bestehen bleiben.
LPD Vorarlberg, Öffentlichkeitsarbeit, Tel. +43 (0) 59 133 80 1133 Copyright BM.I/Polizei

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