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20. August 2019

Internationalen Suchtgiftring zerschlagen


Suchtgift
Österreichische, tschechische und deutsche Polizisten führten gemeinsame Ermittlungen und konnten dadurch eine international agierende Tätergruppe, welche große Mengen an Suchtmittel in Verkehr gesetzt haben, zerschlagen.

Umfangreiche Erhebungen führten die ermittelnden Beamten über mehrere Dealer- Ebenen im Raum Burgenland, Wien und Niederösterreich bis hin zu den Haupttätern in Tschechien und Deutschland.
Es wurden insgesamt 53 Personen, 49 männliche und 4 weibliche – 40 österreichische, 3 tschechische, 1 staatenloser, 2 bosnische, 2 russische, 1 rumänischer sowie 4 polnische Staatsbürger/innen im Alter zwischen 20 und 54 Jahren – wegen des Verdachts des Suchtmittelhandels festgenommen. Von diesen wurden 41 Personen in die zuständigen Justizanstalten in Österreich und Tschechien eingeliefert.

Den Ermittlern der Suchtgiftgruppe beim Bezirkspolizeikommando Neusiedl am See ist es gelungen, der Tätergruppe den Verkauf von Suchtmitteln in Form von

ca. 314 Kilogramm Cannabisblüten
ca. 20 Kilogramm Speed
ca. 5000 Stück XTC
ca. 1 Kilogramm MDMA
ca. 1 Kilogramm Kokain

im Straßenverkaufswert von ca. 3,8 Millionen Euro nachzuweisen.

Bei Hausdurchsuchungen wurden verschiedene Suchtmittel mit einem Schwarzmarktwert von ca. 810.000 Euro sowie verbotene Waffen (Schlagring, Stahlrute) sichergestellt.

Die Suchtmittel wurden mit Mietautos bzw. Zug von Deutschland über den Grenzübergang Passau sowie mit dem Zug von Polen über Tschechien in das österreichische Bundesgebiet geschmuggelt. Es wurde auch über das "Darknet" bestellt.

Der Generalsekretär im BMI Mag. Peter Goldgruber sprach den ermittelnden Beamten zu dieser erfolgreichen Amtshandlung seinen Dank aus und wies einerseits auf die Bedeutung der Bekämpfung der Suchtgiftkriminaltät für das BMI hin, worauf heuer ein Schwerpunkt liegt. Es soll nicht nur dem klassischen Suchtgifthandel der Kampf angesagt werden, sondern auch dem Bereich "Drogen im Straßenverkehr" besondere Beachtung geschenkt werden. Andererseits ist die internationale Polizeikooperation gerade in diesem kriminellen Segment, wie auch der vorliegende Fall beweist, entscheidend und wichtig.

Landespolizeidirektor Mag. Martin Huber zeigte sich ebenso erfreut über den Ermittlungserfolg der Polizisten. Im Burgenland gibt es als Transitland im Suchtgiftbereich jährlich ca. 900 Anzeigen. Ein besonderes Augenmerk legte Martin Huber auf die Suchtgiftprävention, deren Schwerpunkt auf Erstkonsumenten gelegt wird. Zahlreiche Programme, wie Click-and-Check, All Right oder Look at your life unterstützen diese Bestrebungen.


Rückfragehinweis: Oberstleutnant Helmut Marban, 059133-101100



Jürgen MAYER, KontrInsp

Landespolizeidirektion Burgenland
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